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Inspiration zum monatlichen Tag der
emotionalen Achtsamkeit - neu am 29. September 2019

Autorin: Michaele Kundermann

Ohne Selbstliebe verhungern wir - die Selbstliebe stärken zum diesjahrigen "Tag der emotionalen Achtsamkeit"

Am 29. September 2019 jährt sich zum zweiten Mal der Tag der emotionalen Achtsamkeit. Das ist ein guter Anlass, sich mitfühlend seinen Emotionen zuzuwenden. Denn sie können nur spiegeln, was der Geist initiiert. Geht es den Emotionen nicht gut, haben wir erlaubt, dass unser Geist destruktive Gedanken in unser emotionales Feld gesandt hat. Soll es unseren Emotionen gut gehen, braucht es einen Geist, der unser kreatives, emotionales Feld mit konstruktiven Gedanken befruchtet und inspiriert.

Der besondere Service am 29. September 2019: Von 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr kannst du Matthias Reithmann aus unserem Team telefonisch unter 0160 / 98 20 14 92 erreichen und dich austauschen zum Projekt oder wenn du Fragen zu emotionalen Kompetenzen hast.

In diesem Monat möchte ich dir Impulse zur Selbstliebe geben. Denn sie ist der Ast auf dem wir sitzen – die Grundlage aller positiven Emotionen. Fehlende Selbstliebe ist die Ursache von allem Leid, dass wir Menschen uns selbst und anderen zufügen.
Um in Frieden mit sich zu sein, das Abenteuer des Lebens vertrauensvoll zu leben, sich auszuprobieren, aus Fehlern zu lernen, resilient zu sein, braucht jeder eine gute, abgespeicherte Portion bedingungsloser väterlicher / großväterlicher und mütterlicher /großmütterlicher Liebe und Rückenstärkung. Daraus generieren wir automatisch Selbstliebe. So wird das Feuer von Generation zu Generation weitergetragen. Doch was, wenn diese Rückenstärkung Risse hat, Schocks erfahren hat oder gar fehlt?

Damals: Als meine kleine Schwester geboren wird, bin ich 2 Jahre alt. Vorher war ich die Prinzessin im Haus, doch nun läuft mir jemand den Rang ab – ich bin vom Thron gestürzt. Das bemerke ich daran, dass sie nun all die Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit bekommt, die doch eigentlich mir gehörte. Ich weiß es wie heute: Wir gehen eine Treppe hoch in unsere Wohnung, meine Mutter liebkosend mit dem Baby im Arm hinter mir. Ich verstehe – es ist aus. Ich beschließe, dass ich die Liebe meiner Eltern nicht brauche und ab jetzt selbständig bin. „Wenn ich es nicht brauche, tut es auch nicht weh“, dachte sich die kleine manipulative Kinderseele. Denn der Schmerz des Verlustes an Zuwendung wäre unerträglich gewesen.

Wirkmacht bis heute: Ich habe viel zu tun – doch es zieht sich. Ich verzögere meine Prioritäten und ich bin nicht im Fluss. Was hält mich zurück? Wo ist ein Teil meiner Energie gebunden? Ich tauche in mein Unterbewusstes ab. Ich bringe hoch, dass ich etwas Selbstbestätigung brauchen könnte, die mich beflügelt, mich entspannen lässt und den Alltag als spannendes Abenteuer erleben lässt. Ich könnte diese 100%ige Bestätigung brauchen, das volle Ja zu mir. Weil ein kindlicher Teil von mir unbewusst immer noch darauf wartet, sie von außen zu erhalten, komme ich nicht in die Puschen.
Tja, das hatte ich heroisch abgelehnt. Und nun? Nun muss ich sie mir wieder zurückholen.

Vielleicht ist deine Geschichte eine andere – aber irgendwie und irgendwann hat bei den meisten Menschen der Selbstwert und damit die Selbstliebe einen Knacks bekommen.
Viele Eltern konnten und können die bindungslose Liebe und Annahme nicht geben, da sie es selbst nicht erhalten haben. Was nun? Nun bist du selbst Vater und Mutter deiner Selbstliebe.

Selbstverliebtheit, Narzissmus, Arroganz – nein, das hat so gar nichts mit der nährenden Selbstliebe zu tun, die die Grundlage allen inneren Friedens ist.
Die Selbstliebe ist eher ein schüchternes Wesen. Durch zahlreiche Selbstverurteilungen traut sie sich kaum noch, laut nach Nahrung zu rufen. Sie schämt sich fast, wenn sie um Beachtung bittet. Doch jede Zelle unseres Körpers braucht sie, um gesund zu ticken. Die Seele braucht sie, um mit dem Leben im Einklang zu sein.

Probiere diese sieben Tipps aus, um deine Selbstliebe zu nähren – aber sei auch kreativ, deine eigenen Wege dahin zu finden:

1. Denke wohlwollend und positiv über dich. Ermutige dich selbst – so wie du ein Kind ermutigen würdest. Alleine die Tatsache, dass du dich morgens aus dem Bett traust, in eine Welt voller Veränderungen, dich ihr mutig stellst und etwas von dir hineingibst – auch wenn es schief gehen kann – alleine das verdient große Hochachtung vor dir. Betrachte dich einmal aus dem Blickwinkel, was du alles leistest und wieviel Liebe du in Aufgaben, Situationen und Menschen hineingibst. Setze dich zum Tag der emotionalen Achtsamkeit hin und schreibe dir 10 Fähigkeiten auf, was du gut kannst. Schreibe dir weitere 10 Dinge auf, die du bisher erreicht hast und auf die du stolz bist. Lies es dir durch – wie fühlst du dich? Lies es dir immer wieder durch, wenn deine Selbstliebe etwas Nahrung braucht.

2. Die Selbstliebe kann wachsen, wenn wir aufhören, etwas zu tun: Mit Selbstverurteilungen immer wieder auf das zarte Pflänzchen zu trampeln. Ja, du hast Fehler gemacht, ja, du wirst noch viele Fehler machen, ja, du hast vielleicht Pickel oder graue Haare oder einige Pfunde zu viel, ja, du hast vielleicht eine krumme Nase, ja, dir ist mal was nicht gelungen, ja, du hast etwas verpasst . . . na und? Das ist kein Grund, sich zu verurteilen – allenfalls, um etwas zu lernen. Jedes Mal hast du dein Bestes gegeben entsprechend deiner Voraussetzungen.
Schreibe einmal die Urteile über dich auf, die du stillschweigend gefällt hast – so weit sie dir bewusst sind. Dann nimm eins nach dem anderen zurück und ersetze es durch Mitgefühl mit dir oder einen positiven Gedanken dazu.
Deine Selbstliebe kann nicht wachsen, so lange du irgendetwas an dir ablehnst – und sei es, dass du nicht perfekt bist. Akzeptiere und genieße, dass du ein Mensch bist, dessen Aufgabe es nie war, perfekt zu sein. Das kannst du nicht.

3. Stelle dich vor den Spiegel und schaue, was du an dem Spiegelbild magst und was nicht. Freue dich über das, was du an dir magst. Was du an deinem Körper ablehnst, das betrachte mit anderen Augen. Suche Schönheit darin, denn wie Christian Morgenstern sagte: „Schönheit liegt im Auge des Betrachters.“ Betrachte es liebevoll – liebe deine vermeintlichen Unvollkommenheiten. Mache diese Übung so lange, bist du deine Erscheinung voll und ganz annehmen kannst, wie sie ist.

4. Kümmere dich um deine Emotionen: Lege deine Hand auf deinen Solar Plexus und lasse deinen Atem hindurch fließen. Spüre deine Emotionen dort und nimm sie an, wie sie siSelbstliebe Müller kleiner 0919nd. Wenn du dort unangenehme Emotionen findest, nimm sie an. Du kannst sie im zweiten Schritt transformieren. Wie das geht, erkläre ich in meinem Hörbuch „free your heart for success“ und mit einer anderen Methode in meinem Buch „Emotionale Stresskompetenz – Die Kunst der Selbstberuhigung“.

5. Aktiviere deine Herzenergie: Lege eine Hand auf dein energetisches Herzzentrum, lasse deine Aufmerksamkeit sanft dorthin fließen. Wenn die Aufmerksamkeit wandern möchte, bringe sie ruhig zurück. Lasse deinen Atem in seinem natürlichen Fluss durch dein Herzzentrum fließen. Irgendwann spürst du vielleicht, wie es sich weitet und sich gut anfühlt. Genieße es eine Weile. Dann kannst du dieses Gefühl durch das Herz überall in deinem Körper hin atmen, wo es dir gut tun würde. In deine Organe – besonders in die Leber als Organ der Selbstliebe - aber auch in deine Emotionen, die du im Solar Plexus wahrnimmst. Lasse dir Zeit und gönne dir diese Selbst-Zuwendung.

6. „Ich mag mich“ – oder „Ich mag mich trotzdem“ – oder „Auch wenn . . . xy geschehen ist etc., liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz“ – das ist ein gutes Selbstgespräch, besonders, wann dir etwas nicht gelungen ist. Das ersetzt und vertreibt schnell die selbstverurteilenden Gedanken und führt dich zurück in die Selbstliebe.

7. Streicheleinheiten: Berührung ist wichtig für unsere emotionale Gesundheit und die Selbstliebe. Sie führt zur Ausschüttung des Geborgenheitshormons Oxytocin aus und entspannt die Muskulatur. Babys sterben sogar, wenn sie keine Bestätigung durch Liebe, durch Berührung, durch Ansprache erfahren. Wenn du jemanden um dich hast, mit dem du liebevolle, achtsame Berührung austauschen möchtest, dann gönne dir das. Wenn nicht, finde einen anderen Weg, zu Berührung zu kommen. Selbst wenn du eine Massage buchst, wird dich diese Berührung nähren. Auch Selbstberührung ist wirksam. Streiche dir einfach einmal - dich wertschätzend - durch das Gesicht, über die Stirn, über deine Hände und Arme.

Welcher dieser Tipps hat dir am meisten gebracht? Hinterlasse das gerne einmal in unserem Gästebuch als Hinweis für andere.

Nähre deine Selbstliebe immer wieder - gutes Gelingen!

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